Steinzeitwanderungen Andreas Schuster

– wandern im Biorhythmus

Eine hormetische Reise
oder
Zwei Wanderungen auf Sardinien über die Berge ans Meer und eine Wanderung im Erzgebirge


„Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Licht der Evolution.“
Theodosius Dobzhansky

Es gibt eine Gesundheit in unseren Genen, die durch artgerechte Umgebung aktiviert wird. Das wurde nicht nur in zahllosen wissenschaftlichen Experimenten belegt (Kerin O´Dea, Leo Pruimboom), das ist auch unser ureigenstes Erleben, wenn wir der Zivilisation für einige Zeit den Rücken kehren, um dem genetischen Ruf unserer Natur zu folgen.


Durch einen einwöchigen Aufenthalt in den Bergen Sardiniens reprogrammieren wir die uralten Systeme des Stoffwechsel-, des Nerven-, des Immunsystems gemäß unseren menschlichen Anlagen. Mit dosierten akuten Stressfaktoren, die das evolutionäre Abwehrsystems aktivieren, lösen wir innerhalb von sieben Tagen das chronische Stresssystem ab bis zu einem halben Jahr ab, das in der künstlichen Umgebung unserer Zivilisation als eine der Hauptursachen für chronische Erkrankungen anzusehen ist. Dabei wird auf die heilsame Wirkung von Hunger, Durst, Kälte, Schwitzen, Bewegen über 1000 Meter gesetzt – eben jenem „Alten“ Stress, durch den wir geworden sind, was wir sind.

„Hormesis“ (grch. Anstoß) heißt die Lösung. Das ist Anpassungsfähgikeit und Stresstoleranz durch Wiederanbindung an die Umgebung. Durch Isolation in wiederkehrende Abläufe, Privatismus, Regelmäßigkeit statt Biorhythmus, gerinnt das Leben in Zuständen und verliert sein prozessuales Wesen.



Eine Gruppe von 10 Teilnehmern wandert durchschnittlich 11,2 Kilometer am Tag durch die wunderschöne Bergwelt Sardiniens. Zwei Guides und ein Physiotherapeut für klinische Psychoneuroimmunologie begleiten das Unternehmen und steuern die Veränderungen, welche sich bei den Teilnehmern abzuzeichnen beginnen.

Ziele der biorhythmischen Wanderung:


Die physiologischen Ziele werden erreicht durch die Kombination eben mehrerer hormetischer Reize. Dies gelingt, am Beispiel eines Tages, durch Auslassung des Frühstückes, also Bewegung im Hungermodus, wobei durch die Verlagerung der Durchblutung aufs Muskelsystems (nicht aufs Verdauungssytem) der Hunger nicht erlitten wird. Mittels des Hormones Glucagon aus der Bauchspeicheldrüse werden entzündliche Zytokine und Speicherfette, welche zur Insulinresistenz von Leber-, Unterhautfett- und Muskelgewebe beitragen, in Glucose verstoffwechselt und als Energie in Bewegung verwandelt.


Tägliche Morgenübung: „Hypoxie stress-reaction“ zur Synchronisierung der Stressachsen


Da es genetisch unwandelbar festgeschrieben ist, dass es Morgen- und Nachtmenschen gibt, schläft jeder solange, wie es sein Biorhythmus ihm vorgibt. Dieses Verhaltung führt nach Studien der Ludwig-Maximiliansuniversität München zur Regenation der Stressachsen, der Nebennieren, des Kortisolspiegels, wobei dessen Nichtbeachtung im Arbeitsalltag die Entstehung chronischer Erkrankungen über Jahre vorbereitet und laut Forschung die Grundlage für 95% aller Zivilisationskrankheiten darstellt.


… über dem Lainnettutal


… auf schmalem Grat


Die Nahrung wird angeliefert oder muß an zwei Tagen auf die Rucksäcke verteilt werden, wenn die Gruppe in unzugängliche Gebiete wie dem Campo Donoanicoro wandert. Sie besteht aus hochwertigen Bioprodukten gemäß den Richtlinien Paläo-Küche. Sie ist eiweiß- und fettreich. Nüsse, Mangos, Papajas, Eier, Salate, Kokosnüsse, viele verschiedene Gewürze gibt es in der Mittagspause. Beim zweiten Essen werden am Feuer Fische oder Geflügel, Gemüse und Pilze zubereitet, und/oder eine kräftige Suppe gekocht. Die Auswahl ist artgerecht und zielt ebenfalls auf Regeneration des Organismus, was sich an den veränderten Blutwerten objektiv nachweisen läßt.



Wasser zum Trinken und zum Waschen wird täglich an Quellen, Brunnen und in Höhlen gefunden. Dort ist es empfehlenswert ausgiebig zu trinken – ein evolutionäres Verhalten, das die Homöostase des Energie- und Wasserhaushaltes regeneriert, was auf Migräne, Fettstoffwechsel, Nierenfunktion, Mineralhaushalt einen positiven Einfluss hat. Niemand braucht sich jedoch zu quälen und unter der Knute medizinischer Vorschriften zu leiden. An oberster Stelle steht die Freude an der vergrößerten Wahrnehmung. Und die ist nicht durch eine bestimmte, wie auch immer geartete Haltung erreichbar. Nur durch Bewegung, Lösung, Spaß an der Sache, kann eine Änderung neurologisch zugelassen werden.

Die Teilnehmer schlafen entweder unter freiem Himmel oder in Hirtenhütten, was zu den Jahreszeiten der Steinzeitreise – im Oktober und im Juni – kein schwieriges Problem darstellt. Hormesis bedeutet, fähig sein, sich auf alle Eventualitäten der Witterung einlassen zu können.



Die beiden Guides Sandra Lietze und Franco Murro sind mit jeder Höhle, jedem Baum und Strauch vertraut. So führen sie die Wanderer an besonders reizvolle Orte. Und ganz gleich, ob über archäologische Ruinen der sogenannten Nuraghischen Kultur aus der Bronzezeit, über die Kämpfe, welche sich die Konquistadores aller Zeiten um die Insel geliefert hatten, ob über endemische Pflanzen, Heilkräuter oder über die geologischen Formationen der Insel, der Höhlenforscher Franco gibt stolz Auskunft über sein Land.



Die letzte Etappe führt die Wanderer durch das steinige Flußbett der Cordula di Luna ans Meer. In den Höhlen von Cala di Luna verbringt die Gruppe ihre letzte Nacht im Freien, woran sich ein imposanter Sonnenaufgang anschließt. Mit Paddelbooten landen die Wanderer in dem Badeort Cala Gonone an, wo in einem Hotel bei guter Paläoküche, Wein und weichen Betten der Übergang in die Zivilisation vollzogen wird.



Indikationen:


Sardinien 2017

gemäßigtere Wanderung für Teilnehmer mit Metabolem Syndrom, Diabetes 2, Adpositas, Osteoporose, Wiederanbahnen körperlicher Fitness, Autoimmunerkrankungen des Nerv- Muskelsystems


Weitere Informationen

Vorträge zur Steinzeitreise gibt es in der Praxis für Physiotherapie „Andreas Schuster“, in öffentlichen Einrichtungen, wie Bibliotheken, Archiven, Arztpraxen, Gesundheitszentren. Hinweise dazu finden Sie auf dieser Seite unter dem Punkt “Hintergründe”.

Anmeldeschluß für eine Wanderung ist jeweils ein Monat vor der Wanderung. Gemäß den üblichen Zahlungsmodalitäten ist eine Anzahlung von 30% zum Zeitpunkt der Anmeldung zu entrichten, sowie der volle Betrag spätestens zwei Wochen vor Antritt der Reise.